
überall \"Baumleichen\"
Hier könnte man eine Reportage "der Schwarzwald stirbt und keiner tut was dagegen" erstellen, ganz Deutschland geriete wieder mal in Aufruhr. Wer aber die hier aufgestellten Tafeln lesen kann, ist klar im Vorteil:
Hier
»Bannwald, d.h. Wald, der nicht bewirtschaftet sondern der Natur überlassen wird.
Das natürliche Schicksal eines Baumes ist der Tod und sind die Stürme. Als natürliche Folge gibt es hier Baumleichen und kahle Stellen, die vor allem vom Sturm
»Lothar (26.12.1999) herrühren. Normalerweise wird der Wald in Deutschland bewirtschaftet, deshalb werden abgestorbene oder umgeknickte Bäume sofort entfernt, um "Schädlingen" wie dem Borkenkäfer keinen Lebensraum zu bieten. Viele (vermutlich die Mehrzahl) der Wälder in Deutschland sind keine Natur-, sondern eine Kultur-Landschaft, die schon seit sehr langer Zeit bewirtschaftet wurde und wird (z.B.
»Waldweide). Oft ist der Baumbestand ein Resultat der Bewirtschaftung (z.B. schnell wachsende Fichten) und nicht die natürlich vorkommende, ortsangepasste Vegetation (z.B. langsam wachsende, tief wurzelnde Tannen).
Daher ist man als Spaziergänger den Anblick eines toten Baumes üblicherweise nicht gewohnt, obwohl es sich um einen normalen Vorgang handelt. Ich wundere mich auch, wie der Waldboden eine so lange Nutzung ohne Düngung aushält, von einer Düngung des Waldes habe ich noch nie etwas bemerkt. Daß die Wälder derzeit mit dem trockenen Sommer '03 zu kämpfen haben ist klar.
Ich kann mich in diesem Kontext auch noch an rabenschwarze Prognosen (und Diskussionen) aus den 80er Jahren erinnern, die sich nicht bewahrheitet haben (Versteppung Deutschlands etc.). Viele "Experten" damals haben ein sehr düsteres Bild gezeichnet, das nicht eingetreten ist. Einen interressanten Artikel dazu findet man z.B. in der
»Zeit